Der Junge, das Reh und der Wolf
Verse zum aktuellen ThemaDer Junge, das Reh und der Wolf
Vor langer, langer Zeit lebte einst ein kleiner Junge. Seine Eltern hatten ihn schon bald nach seiner Geburt zu einer alten Frau gegeben, da sie ihn weder kleiden noch nähren konnten. Die alte Frau wohnte weit, weit weg in einem finsteren Wald. Schon bald mußte er lernen, die Stube zu fegen, Holz für das Feuer zu sammeln und die Ziegen zu hüten.
Jeden Morgen, bevor er das Feuer anmachte, mußte er laut sagen: ''Ich bin so klein, hab nur dich allein, sag ich je nein, so werd ich zu Stein!'' So hatte es ihn die alte Frau von klein an gelehrt.
Eines Tages - es war so kalt, daß der Atem zu Eis gefror - befahl die alte Frau ihm aufzustehen und Wasser aus dem Bach zu holen. Ohne zu überlegen, sagte er: ''Nein''. Kaum war das Nein über seine Lippen geglitten, als sein kleiner Finger zu Stein wurde. Erschrocken faßte er ihn an und schüttelte ihn, jedoch er war und blieb aus Stein. Die alte Frau, die eine Hexe war, kicherte vor sich hin: ''So geht es dir, wenn du mir nicht gehorchst.''
So lernte er , alles zu tun, was man ihm sagte. Immer, wenn ein eigener Gedanke aufkam, verscheuchte er ihn sofort; immer, wenn er Widerstand gegen die Anweisungen der Hexe spürte, vergrub er ihn, so schnell er konnte, in seinem Inneren.
Er wollte nicht versteinern, denn er wollte eines Tages zu seinen Eltern und zu den anderen Menschen gehen.
An einem Abend, die Hexe war gerade zwei Tage fort, um ihre Kräuter bei den Menschen zu verkaufen, da klopfte es an der Hüttentür. ''Ich darf nicht öffnen!'' rief der Junge. Es klopfte abermals an die Tür: ''Ich darf nicht öffnen, geh weg!'' aber das Klopfen hörte nicht auf. Er hielt sich die Ohren zu, um nichts hören zu müssen. Er sagte vor sich hin: ''Ich bin so klein, hab nur dich allein, sag ich je nein, so werd ich zu Stein''. Da vernahm er ein jämmerliches Weinen und Schluchzen: ''Oh bitte, bitte, öffne mir die Tür, sonst muß ich elendig sterben!'' Da spürte der Junge, wie etwas sich in ihm regte, so etwas wie Mitleid, gleichzeitig überkam ihn auch eine große Angst vor der alten Hexe und der angedrohten Versteinerung. ''Ich bitte dich, gehe weg, ich darf dir nicht helfen.'' Die Stimme aber hörte nicht auf zu weinen, und es rührte ihn sehr. Da dachte er bei sich: ''Nun gut, mit zwei steinernen Fingern kann man noch leben und auch gehen.'' Und er ging und öffnete die Tür. Ein Reh lag auf der Schwelle, es konnte vor Schwäche nicht mehr den Kopf heben. Da eilte der Junge in die Hütte, um Brot und Wasser zu holen, als ihm einfiel, daß die Hexe ihm verboten hatte, sich selber zu bedienen. Er blieb wie erstarrt stehen, eine unbändige Angst hielt ihn zurück. Da drang wieder die klagende Stimme des Rehs in sein Herz.
Er gab sich einen Ruck und kehrte mit Brot und Wasser zu dem Reh zurück. Er tränkte und fütterte es, dann redete er ihm gut zu. Noch nie hatte er so mit einem Lebewesen gesprochen. Dabei bemerkte er nicht, daß die Sonne langsam unterging, erst als der zweitletzte Strahl hinter den Bäumen verschwunden war, wurde es ihm kalt. Da erinnerte er sich, daß die Hexe gesagt hatte, sie würde bei Sonnenuntergang wieder zurück sein. Hastig sagte er zum dem Reh: ''Du mußt jetzt gehen. Die Hexe kommt; wenn sie uns sieht, wird sie dich und mich versteinern. Ich flehe dich an, laufe fort!''
Das Reh stand auf, es war noch sehr schwach auf den Beinen; es dankte dem Jungen und sagte: ''Ich werde in deiner Nähe bleiben, dann bist du nicht so allein.'' ''Nein, ich bitte dich, gehe ganz weit weg; noch einmal kann ich dir nicht mit dir sprechen!'' Er vernahm schon die Peitsche der Alten und das Knirschen der Kutschräder. Da verschwand das Reh in den Wald, und der Junge rannte zurück in die Hütte. Er hoffte, daß die Hexe nichts merken würde.
Kaum hatte die Hexe die Hütte betreten, sprach sie: ''ich rieche, ich rieche etwas Fremdes in meiner Hütte! Du bist gegen mein Geheiß zur Tür gegangen und hast diese geöffnet!'' Kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen, so fühlte der Junge einen Finger und seinen rechten Fuß kühl werden. Sie versteinerten. Entsetzt schrie er auf: ''Nein, nein, bitte nicht!'' ''Nein?'', fragte die Hexe hämisch, ''nein?'' ''Wer hat denn gegen mein Gebot verstoßen? Das warst doch du, mein süßer Täuberich!'' Sie kicherte: ''Und wer hat mit dem fremden Wesen gesprochen? Das warst du doch, obwohl ich es dir verboten hatte.'' Der Junge wollte gerade ansetzen, die Situation zu erklären, da spürte er, wie seine Zunge erstarrte. Er konnte sie nicht mehr bewegen, sie war zu Stein geworden. Dann fielen ihre Blicke auf das fehlende Brot und Wasser. Sie fluchte laut und sagte: ''Jede Nacht soll dich eine Stunde lang die Sehnsucht nach deinen Eltern, nach den Menschen quälen, ohne daß du diese Sehnsucht stillen kannst. Das wird dich lehren, ungefragt von meinem Brot und Wasser zu nehmen! Hihihi! Bald bist du auf immer mein!''
Dann befahl sie dem Jungen, dessen Augen vor Schreck geweitet waren, das zu tun, was er jeden Abend zu tun hatte. Der Junge tat es, angstgelähmt.
Die nächsten Tagen waren schrecklich: er konnte nicht richtig zupacken, er konnte nicht richtig gehen, er konnte nicht mehr sprechen und nachts quälte ihn ein nie gekanntes Verlangen nach menschlicher Nähe und Geborgenheit, ein großes Verlangen nach anderen Menschen.
So ging es tagaus, tagein. Fast versteinerte er auch innerlich: er traf keine eigenen Entscheidungen mehr, er begrub seinen Willen, jeden eigenen Gedanken, jedes eigene Gefühl verbannte er. Es vergingen drei Jahre. Allmählich gewöhnte er sich an dieses Leben, und er litt nicht mehr wie zu Beginn. Er vergaß sogar fast, daß es einmal anders gewesen war.
Dann war es wieder soweit: die Hexe mußte wieder auf den Markt, um ihre Gewürze zu verkaufen; sie wollte wieder 3 Tage fortbleiben. ''Halte dich an meine Gebote,'' sagte sie warnend zum Abschied. Der Junge merkte kaum, daß die Hexe nicht da war; er erfüllte seine Pflichten ohne nachzudenken. In der dritten Stunde des Abends klopfte es an die Tür. Er begann Holz zu hacken, um das Klopfen nicht zu hören. Als er alles Holz gehackt hatte, schwieg es an der Tür. Am nächsten Abend um die gleiche Zeit, klopfte es erneut an der Tür. Der Junge steckte sich Wachs in die Ohren, und so konnte er seiner Arbeit nachgehen, ohne etwas hören zu müssen. Bis zum nächsten Abend war das Wachs in seinen Ohren geschmolzen und er vernahm die Stimme des Rehs. Etwas brach in ihm auf und seine Schritte führten ihn zu der Tür. Er öffnete sie aber nicht. Das Reh sprach zu ihm: ''du dauerst mich, einst hast du mir geholfen, jetzt will ich dir helfen. Komm mit mir, ich habe einen Zauberer gefunden, er kann dich erlösen. Komm, öffne deine Tür, ich zeige dir den Weg.''
Der Junge schüttelte den Kopf und wandte sich von der Türe ab. Er verbarg seine Ohren in seinen Händen; so saß er da und starrte ins Feuer und versuchte, nichts zu hören und zu empfinden. So saß er auch noch da, als beim letzten Sonnenstrahl die Hexe zurückkehrte. Als sie alles unverändert vorfand, triumphierte sie.
Und so lebte der Junge drei weitere Jahre für sie. Er spürte nicht mehr seine steinernen Finger, nicht seinen versteinerten Fuß. Und mit wem hätte er sich auch schon unterhalten können? Er fand es befriedigend, wenn die Hütte blitzblank gefegt und das Holz immer rechtzeitig geholt war. Es fehlte ihm an nichts, nur nachts die eine Stunde, die quälte ihn, aber sie versuchte er so schnell wie möglich zu vergessen.
Drei Jahre später war es wieder soweit. Der Junge blickte kaum auf, als die Hexe sich für die Fahrt bereit machte. ''Sei schön brav, bis ich wieder komme, denke daran: Ich bin so klein, habe nur dich allein, sag ich je nein, so werd ich zu Stein!'' Kichernd fuhr sie davon. Abends in der 6. Stunde ertönte das Klopfen. Der Junge schüttelte unwillig den Kopf und fegte die Stube weiter; es fiel ihm gar nicht mehr ein, daß die Türe zu öffnen war. Am zweiten Abend hörte er das Klopfen wieder und gleichzeitig die Stimme des Rehes: ''Komm, öffne die Tür, ich führe dich zu dem Zauberer, er wird dich befreien.''
Der Junge, das Reh und der Wolf
Vor langer, langer Zeit lebte einst ein kleiner Junge. Seine Eltern hatten ihn schon bald nach seiner Geburt zu einer alten Frau gegeben, da sie ihn weder kleiden noch nähren konnten. Die alte Frau wohnte weit, weit weg in einem finsteren Wald. Schon bald mußte er lernen, die Stube zu fegen, Holz für das Feuer zu sammeln und die Ziegen zu hüten.
Jeden Morgen, bevor er das Feuer anmachte, mußte er laut sagen: ''Ich bin so klein, hab nur dich allein, sag ich je nein, so werd ich zu Stein!'' So hatte es ihn die alte Frau von klein an gelehrt.
Eines Tages - es war so kalt, daß der Atem zu Eis gefror - befahl die alte Frau ihm aufzustehen und Wasser aus dem Bach zu holen. Ohne zu überlegen, sagte er: ''Nein''. Kaum war das Nein über seine Lippen geglitten, als sein kleiner Finger zu Stein wurde. Erschrocken faßte er ihn an und schüttelte ihn, jedoch er war und blieb aus Stein. Die alte Frau, die eine Hexe war, kicherte vor sich hin: ''So geht es dir, wenn du mir nicht gehorchst.''
So lernte er , alles zu tun, was man ihm sagte. Immer, wenn ein eigener Gedanke aufkam, verscheuchte er ihn sofort; immer, wenn er Widerstand gegen die Anweisungen der Hexe spürte, vergrub er ihn, so schnell er konnte, in seinem Inneren.
Er wollte nicht versteinern, denn er wollte eines Tages zu seinen Eltern und zu den anderen Menschen gehen.
An einem Abend, die Hexe war gerade zwei Tage fort, um ihre Kräuter bei den Menschen zu verkaufen, da klopfte es an der Hüttentür. ''Ich darf nicht öffnen!'' rief der Junge. Es klopfte abermals an die Tür: ''Ich darf nicht öffnen, geh weg!'' aber das Klopfen hörte nicht auf. Er hielt sich die Ohren zu, um nichts hören zu müssen. Er sagte vor sich hin: ''Ich bin so klein, hab nur dich allein, sag ich je nein, so werd ich zu Stein''. Da vernahm er ein jämmerliches Weinen und Schluchzen: ''Oh bitte, bitte, öffne mir die Tür, sonst muß ich elendig sterben!'' Da spürte der Junge, wie etwas sich in ihm regte, so etwas wie Mitleid, gleichzeitig überkam ihn auch eine große Angst vor der alten Hexe und der angedrohten Versteinerung. ''Ich bitte dich, gehe weg, ich darf dir nicht helfen.'' Die Stimme aber hörte nicht auf zu weinen, und es rührte ihn sehr. Da dachte er bei sich: ''Nun gut, mit zwei steinernen Fingern kann man noch leben und auch gehen.'' Und er ging und öffnete die Tür. Ein Reh lag auf der Schwelle, es konnte vor Schwäche nicht mehr den Kopf heben. Da eilte der Junge in die Hütte, um Brot und Wasser zu holen, als ihm einfiel, daß die Hexe ihm verboten hatte, sich selber zu bedienen. Er blieb wie erstarrt stehen, eine unbändige Angst hielt ihn zurück. Da drang wieder die klagende Stimme des Rehs in sein Herz.
Er gab sich einen Ruck und kehrte mit Brot und Wasser zu dem Reh zurück. Er tränkte und fütterte es, dann redete er ihm gut zu. Noch nie hatte er so mit einem Lebewesen gesprochen. Dabei bemerkte er nicht, daß die Sonne langsam unterging, erst als der zweitletzte Strahl hinter den Bäumen verschwunden war, wurde es ihm kalt. Da erinnerte er sich, daß die Hexe gesagt hatte, sie würde bei Sonnenuntergang wieder zurück sein. Hastig sagte er zum dem Reh: ''Du mußt jetzt gehen. Die Hexe kommt; wenn sie uns sieht, wird sie dich und mich versteinern. Ich flehe dich an, laufe fort!''
Das Reh stand auf, es war noch sehr schwach auf den Beinen; es dankte dem Jungen und sagte: ''Ich werde in deiner Nähe bleiben, dann bist du nicht so allein.'' ''Nein, ich bitte dich, gehe ganz weit weg; noch einmal kann ich dir nicht mit dir sprechen!'' Er vernahm schon die Peitsche der Alten und das Knirschen der Kutschräder. Da verschwand das Reh in den Wald, und der Junge rannte zurück in die Hütte. Er hoffte, daß die Hexe nichts merken würde.
Kaum hatte die Hexe die Hütte betreten, sprach sie: ''ich rieche, ich rieche etwas Fremdes in meiner Hütte! Du bist gegen mein Geheiß zur Tür gegangen und hast diese geöffnet!'' Kaum hatte sie diese Worte ausgesprochen, so fühlte der Junge einen Finger und seinen rechten Fuß kühl werden. Sie versteinerten. Entsetzt schrie er auf: ''Nein, nein, bitte nicht!'' ''Nein?'', fragte die Hexe hämisch, ''nein?'' ''Wer hat denn gegen mein Gebot verstoßen? Das warst doch du, mein süßer Täuberich!'' Sie kicherte: ''Und wer hat mit dem fremden Wesen gesprochen? Das warst du doch, obwohl ich es dir verboten hatte.'' Der Junge wollte gerade ansetzen, die Situation zu erklären, da spürte er, wie seine Zunge erstarrte. Er konnte sie nicht mehr bewegen, sie war zu Stein geworden. Dann fielen ihre Blicke auf das fehlende Brot und Wasser. Sie fluchte laut und sagte: ''Jede Nacht soll dich eine Stunde lang die Sehnsucht nach deinen Eltern, nach den Menschen quälen, ohne daß du diese Sehnsucht stillen kannst. Das wird dich lehren, ungefragt von meinem Brot und Wasser zu nehmen! Hihihi! Bald bist du auf immer mein!''
Dann befahl sie dem Jungen, dessen Augen vor Schreck geweitet waren, das zu tun, was er jeden Abend zu tun hatte. Der Junge tat es, angstgelähmt.
Die nächsten Tagen waren schrecklich: er konnte nicht richtig zupacken, er konnte nicht richtig gehen, er konnte nicht mehr sprechen und nachts quälte ihn ein nie gekanntes Verlangen nach menschlicher Nähe und Geborgenheit, ein großes Verlangen nach anderen Menschen.
So ging es tagaus, tagein. Fast versteinerte er auch innerlich: er traf keine eigenen Entscheidungen mehr, er begrub seinen Willen, jeden eigenen Gedanken, jedes eigene Gefühl verbannte er. Es vergingen drei Jahre. Allmählich gewöhnte er sich an dieses Leben, und er litt nicht mehr wie zu Beginn. Er vergaß sogar fast, daß es einmal anders gewesen war.
Dann war es wieder soweit: die Hexe mußte wieder auf den Markt, um ihre Gewürze zu verkaufen; sie wollte wieder 3 Tage fortbleiben. ''Halte dich an meine Gebote,'' sagte sie warnend zum Abschied. Der Junge merkte kaum, daß die Hexe nicht da war; er erfüllte seine Pflichten ohne nachzudenken. In der dritten Stunde des Abends klopfte es an die Tür. Er begann Holz zu hacken, um das Klopfen nicht zu hören. Als er alles Holz gehackt hatte, schwieg es an der Tür. Am nächsten Abend um die gleiche Zeit, klopfte es erneut an der Tür. Der Junge steckte sich Wachs in die Ohren, und so konnte er seiner Arbeit nachgehen, ohne etwas hören zu müssen. Bis zum nächsten Abend war das Wachs in seinen Ohren geschmolzen und er vernahm die Stimme des Rehs. Etwas brach in ihm auf und seine Schritte führten ihn zu der Tür. Er öffnete sie aber nicht. Das Reh sprach zu ihm: ''du dauerst mich, einst hast du mir geholfen, jetzt will ich dir helfen. Komm mit mir, ich habe einen Zauberer gefunden, er kann dich erlösen. Komm, öffne deine Tür, ich zeige dir den Weg.''
Der Junge schüttelte den Kopf und wandte sich von der Türe ab. Er verbarg seine Ohren in seinen Händen; so saß er da und starrte ins Feuer und versuchte, nichts zu hören und zu empfinden. So saß er auch noch da, als beim letzten Sonnenstrahl die Hexe zurückkehrte. Als sie alles unverändert vorfand, triumphierte sie.
Und so lebte der Junge drei weitere Jahre für sie. Er spürte nicht mehr seine steinernen Finger, nicht seinen versteinerten Fuß. Und mit wem hätte er sich auch schon unterhalten können? Er fand es befriedigend, wenn die Hütte blitzblank gefegt und das Holz immer rechtzeitig geholt war. Es fehlte ihm an nichts, nur nachts die eine Stunde, die quälte ihn, aber sie versuchte er so schnell wie möglich zu vergessen.
Drei Jahre später war es wieder soweit. Der Junge blickte kaum auf, als die Hexe sich für die Fahrt bereit machte. ''Sei schön brav, bis ich wieder komme, denke daran: Ich bin so klein, habe nur dich allein, sag ich je nein, so werd ich zu Stein!'' Kichernd fuhr sie davon. Abends in der 6. Stunde ertönte das Klopfen. Der Junge schüttelte unwillig den Kopf und fegte die Stube weiter; es fiel ihm gar nicht mehr ein, daß die Türe zu öffnen war. Am zweiten Abend hörte er das Klopfen wieder und gleichzeitig die Stimme des Rehes: ''Komm, öffne die Tür, ich führe dich zu dem Zauberer, er wird dich befreien.''



